Das gazometer ist ein offenes soziales Zentrum, an dem Kunst, Kultur und feministisch-emanzipatorische Politik zusammentreffen – von unten!

Das gazo ist ein nicht-kommerzieller Raum für sozialen Austausch, für ein partizipatives Miteinander. Hier finden Menschen Anschluss, können sich kreativ ausleben, kommen mit den verschiedensten Hintergründen zusammen – und das alles ohne Konsumzwang oder wirtschaftliche Interessen.
Im gazo spiegeln sich Bedürfnisse wieder, die von Stadt und Lokalpolitik vernachlässigt oder ignoriert werden: Gemeinschaftlichkeit ohne Ausgrenzung, Verdrängung oder Diskriminierung; ein Ausprobieren von Utopien.

Fühlt euch willkommen, schaut vorbei!

Die Gasspeicheranlage im Südosten Münsters wurde 1954 errichtet und von den Stadtwerken Münster rund 50 Jahre lang genutzt, um die Gasversorgung der Stadt sicherzustellen. Im Jahr 2005 wurde der Betrieb eingestellt. Die Stadt Münster hat das Gasometer-Areal 2023 verkauft. Der Privatinvestor möchte dort ein Gebäude mit Büros, Kultur- und Wohnflächen, etc. errichten. Bis zum Baubeginn nutzen wir das Gelände weiter.

Seit 2021 beleben wir als gazo-Kollektiv des platzhalter e.V (entstanden aus dem sozialpalast) das imposante Industriedenkmal. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner*innen wurden seitdem zahlreiche Workshops, Konzerte, Kunstausstellungen, Theaterproduktionen, Kultur-Festivals und Kneipenabende organisiert. Schwerpunkte dabei waren die Themen Recht-auf-Stadt und Feminismus.


Du willst mehr über unsere Geschichte und die des Ortes wissen?

platzhalter e.V. - Wofür stehen wir?

Heute am gazo, morgen vielleicht woanders.

Die Privatisierung des Industriedenkmals zu verhindern ist uns nicht gelungen. Die Stadt hat sich gegen den Erhalt dieses Stücks öffentlichen Raums entschieden. Doch wir bleiben als Kollektiv bestehen. Auch langfristig suchen wir nach Lücken im Gefüge der immer enger werdenden Stadt, um Freiräume und unfertige Orte zu schaffen, in denen Menschen fernab neuliberaler Logiken kreativ werden und Erfahrungen von Handlungsfähigkeit sammeln können. Es braucht dringend Begegnungsräume! Deshalb setzen wir uns auch über das gazometer-Projekt hinaus als Verein weiter für ein soziales Zentrum für Münster ein. Und das wird:
Nicht-kommerziell und selbstverwaltet.
Das Kollektiv möchte mit seiner Kulturarbeit also keinen Profit erwirtschaften, der über den Erhalt des Zentrums hinausgeht. Es soll die Teilhabe unterschiedlichster Menschen am Projekt ermöglicht und mit ihnen gemeinsam entwickelt werden; es handelt sich also um ein soziales, ein partizipatives Nutzungskonzept. Deshalb sind bei uns Eintritt und Getränke -kostenlos oder gegen Spende.
Am Gazometer soll Kultur nicht nur stumpf konsumiert werden. Kultur ist mehr als teure Getränke am Hafen oder die Bildungsbürgers im Theater. Kultur ist gesellschaftliche und persönliche Emanzipation. Unser künstlerisches Konzept ist auch ein politisches. Wir brauchen mehr selbstorganisierte Räume zum Proben, Ausprobieren und Scheitern, in denen man sich nicht erst interne Hierarchien „hocharbeiten“ muss. Kultur sollte für jede Person zugänglich sein, in der Stadt und auf dem Land.
Und das von unten und selbstorganisiert. Auch von dir. Egal, wie viel Kohle du hast!
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